• Im Vergleich zur Sterilisationsoperation bei der Frau ist beim Mann keine Narkose erforderlich und es muß nicht die Bauchhöhle eröffnet werden.
  • Nach bewiesener Unfruchbarkeit kann lebenslänglich auf alle anderen Verhütungsmaßnahmen verzichtet werden.

  • Nachteile nach der Vasektomie sind bisher nicht bekannt.

In (meist) lokaler Betäubung werden von zwei kleinen Schnitten am Hodensack aus die Samenleiter durchtrennt, dabei auf jeder Seite ca. 1-2 cm lange Abschnitte aus dem Samenleiter entfernt und zur feingeweblichen Untersuchung eingesandt. Die Samenleiterenden werden sicher unterbunden und dann die Wunden mit selbstauflösendem Nahtmaterial verschlossen. Arbeitsunfähigkeit nach der Operation ist nur vereinzelt erforderlich.
Der Erfolg der Operation wird nach 8 bis 12 Wochen durch mindestens zwei Ejakulatanalysen bestätigt, welche die Abwesenheit von Samenzellen im Ejakulat nachweisen – erst dann kann auf die bisherige Empfängnisverhütung verzichtet werden.

Selten kann es zu Wundheilungsstörungen, Blutergüssen, Nebenhodenentzündungen oder/und Samengranulombildungen (Defektheilung) kommen. Bei letzteren besteht zu etwa 1% das Risiko der spontanen Rekanalisierung der Samenwege.

Die Vasektomie ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung und wird inzwischen auch von vielen Privatversicherungen nicht mehr bezahlt.
Deshalb werden die entstehenden Kosten nach einem Kostenvoranschlag gemäß der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte von 1996 (GOÄ 96) mit dem Patienten direkt abgerechnet.

Wer sich diese Frage stellt, ist eigentlich noch nicht „reif“ für die Vasektomie.
Grundsätzlich geht man bei der Vasektomie davon aus, dass sie nicht rückgängig gemacht werden kann. Mit heutiger Mikrochirurgie sind einige urologische Kliniken jedoch in der Lage, die Samenleiterenden wieder zu vereinigen. Dabei kann die Durchgängigkeit der Samenleiter in bis zu 75% der Fälle erreicht werden. Doch auch selbst wenn die sogenannte Refertilisierungsoperation technisch erfolgreich war, wird oft keine Zeugungsfähigkeit wieder erlangt. Je länger die Vasektomie zurückliegt, desto unwahrscheinlicher ist ein Erfolg. Die Krankenkassen übernehmen auch die Kosten für eine Refertilisierung nicht, welche erheblich über den Vasektomiekosten liegen.

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